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P. Raoul: Klosterwechsel nach Reisach

Unser Mitbruder P. Raoul Kiyangi wechselte in der vergangenen Woche von unserem Kloster in den Karmel Reisach im Inntal. Dort wird er die Mitbrüder vor allem in der Pfarrseelsorge unterstützen und selbst für die Gemeinde Kiefersfelden zuständig sein.

P. Raoul, der aus der DR Kongo stammt, war im Juni 2004 zu uns nach Würzburg gekommen. Zunächst erlernte er die deutsche Sprache. Anschließend begann er ein Promotionsstudium in christlicher Gesellschaftslehre, das er in diesem Sommer erfolgreich abschließen konnte.

Wir danken P. Raoul für die gemeinsame Zeit, die er mit uns in Würzburg verbracht hat, für seine Freundlichkeit und Offenheit, mit denen er den Menschen begegnete, und für die Gottesdienste, die er mit unserer Klostergemeinde gefeiert hat.

Lieber Raoul, für deine Zeit in Reisach wünschen wir Dir alles Gute und Gottes Segen! Wir bleiben miteinander verbunden und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!


Kar- und Osterliturgie in unserer Kirche

Herzliche Einladung zur Liturgie während der Karwoche und Ostern:

So 28.03. Palmsonntag 09.15
10.00
11.15
17.30
18.00
Palmweihe in unserer Kirche; HA in St. Peter
kein Gottesdienst!
Betsingmesse
Vesper
Betsingmesse
Do 01.04. Gründonnerstag 07.00
18.00
.
.
Trauermette
Hochamt,
anschließend Übertragung des Allerheiligsten
in die Krypta; Anbetung bis 22.00 Uhr
Fr 02.04. Karfreitag 07.00
10.00
15.00
Trauermette
Kreuzweg
Karfreitagsliturgie
Sa 03.04. Karsamstag 07.00 Trauermette
So 04.04. Ostersonntag 05.00
10.00
11.15
17.30
18.00
Osternacht
Hochamt
Betsingmesse
Vesper
Betsingmesse
Mo 05.04. Ostermontag 10.00
11.15
17.30
18.00
Hochamt
Betsingmesse
Vesper
Betsingmesse

Seligsprechung in Aussicht

Bischof Hofmann gab bei der Kiliani-Vesper der Seelsorger am 7. Juli im Dom bekannt, dass Papst Benedikt XVI. den im Konzentrationslager Dachau gestorbenen Würzburger Diözesanpriester Georg Häfner (1900-1942) offiziell als Märtyrer anerkannt hat. Gleichzeitig sprach der Papst dem ebenfalls in Dachau gestorbenen Mariannhiller Missionar Engelmar Unzeitig (1911-1945) den heroischen Tugendgrad zu. Die entsprechenden Dekrete der Heiligsprechungskongregation hatte Benedikt XVI. am Freitag, 3. Juli, genehmigt. „So dürfen wir voller Dankbarkeit einer Seligsprechungsfeier entgegengehen, denn beide haben auf ihre je eigene Weise ein Glaubenszeugnis hinterlassen, das uns die Augen für das Wichtige und Entscheidende in unseren Tagen öffnen kann“, sagte der Bischof vor rund 600 Seelsorgerinnen und Seelsorgern im Kiliansdom.

Georg Häfner (Quelle: POW)
Georg Häfner (Quelle: POW)

Georg Häfner wurde am 19. Oktober 1900 in Würzburg geboren, besuchte das Alte Gymnasium und trat am 11. Januar 1920 in den Dritten Orden der Unbeschuhten Karmeliten (heute Teresianische Karmel-Gemeinschaft) ein. Am 13. April 1924 erhielt er in der Michaelskirche die Priesterweihe und feierte knapp eine Woche später im Kloster Himmelspforten seine Primiz. Nach Kaplanstätigkeit in Motten (1924), Goldbach und Mürsbach (1925) sowie Altglashütten (1928 bis 1934) wurde er Pfarrer in Oberschwarzach. Sein unbeirrtes und mutiges Eintreten für die Kirche führte nach Denunziationen zu Vernehmungen durch das NS-Regime und schließlich zur Inhaftierung im Oktober 1941. Am 12. Dezember 1941 wurde Häfner in Dachau eingeliefert. Nach unsäglichen Leiden durch Krankheit, Unterernährung und Misshandlung verstarb er dort am 20. August 1942. Seine Urne wurde zunächst am 18. September 1942 im Würzburger Hauptfriedhof beigesetzt. Am 9. Dezember 1982 wurde sie unter Beisein von Bischof Dr. Paul-Werner Scheele in die Krypta der Neumünsterkirche überführt. Am 23. Juli 1992 wurde das Bischöfliche Erhebungsverfahren zur Seligsprechung eingeleitet und am 31. Mai 2002 abgeschlossen. Danach wurden die Unterlagen an die Selig- und Heiligsprechungskongregation in Rom weitergegeben, wo sie geprüft wurden. 2007 wurde im Beisein von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am Eingang zur Krypta des Neumünsters ein Stolperstein zum Gedenken an Pfarrer Häfner verlegt.

Quelle: Pressestelle Bischöfliches Ordinariat Würzburg

Edith Stein in der Walhalla

Am 25. Juni enthüllte der Staatskanzleichef Siegfried Schneider in der Walhalla bei Regensburg die Büste unserer Ordensheiligen Edith Stein. Sie wurde 1891 als Jüdin geboren, wechselte zum katholischen Glauben und starb 1942 nach ihrer Verschleppung im KZ Auschwitz-Birkenau. Erst vor elf Jahren wurde sie durch Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen.

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Quelle: br-online.de

Der Münchner Kardinal Friedrich Wetter sagte bei der Einweihung, Stein könne insbesondere jungen, suchenden Menschen ein Vorbild sein. „Wir brauchen Menschen, die glaubwürdig sind in ihrem Denken und Handeln, die auf festem Boden stehen und sich für Werte einsetzen, die ein menschenwürdiges Leben ermöglichen“.
Geschaffen wurde die Marmorbüste von dem Traunsteiner Bildhauer Johann Brunner.
Sr. Teresa Benedicta a Cruce – wie ihr Ordensname lautet – ist neben 128 anderen großen Persönlichkeiten erst die sechste Frau, die in der Walhalla gewürdigt wird.

Am 11. Oktober wird Bischof Dr. Friedhelm Hofmann in unserer Kirche eine neue Edith-Stein-Statue einweihen.

Weihbischof Boom trifft junge Ordensleute in Würzburg

Würzburg (POW) Weihbischof Ulrich Boom war erstmals Gast beim halbjährlichen Treffen der jungen Ordensleute Würzburg (JOWü) am Freitag, 12. Juni, im Franziskanerkloster in Würzburg. Nach einer Vorstellrunde der Schwestern und Brüder aus den verschiedenen Gemeinschaften – Ursulinen, Mariannhiller Missionare, Karmeliten, Franziskaner-Minoriten – gab der Weihbischof einen Impuls mit anschließendem Gespräch. Er forderte dazu auf, weder Vergangenheit noch Zukunft zu glorifizieren oder schlecht zu reden, sondern in der Gegenwart Zeugnis zu geben für tiefes und echtes Vertrauen in Gott. Die Präsenz der Ordensgemeinschaften in der Stadt wertete er dafür als wertvolles Zeichen. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto betete der Weihbischof mit den Ordensleuten gemeinsam die Vesper in der Franziskanerkirche, bevor das Treffen beim Abendessen ausklang. Das nächste JOWü-Treffen findet im Herbst/Winter bei den Mariannhiller Missionaren statt.

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Quelle: Pressestelle Bischöfliches Ordinariat Würzburg

Reuererprozession 2009

Am 14. Juni feiern wir – wie jedes Jahr am Sonntag nach Fronleichnam – unsere traditionelle Reuererprozession, die auf ein besonderes Ereignis in der Würzburger Stadtgeschichte zurückblicken kann.

Reuererprozession 1957
Reuererprozession 1957

Genau 375 Jahre ist es nun her, dass sich die Reuerer trotz des verhängten Verbotes, öffentlich den Glauben zu bekennen, auf die Straße gewagt haben. Nachdem im Dreißigjährigen Krieg die Schweden unter König Gustav Adolf im Jahr 1631 die Stadt und den Marienberg eingenommen hatten, flohen die meisten Klosterkonvente aufs Land. Einige der Bettelorden harrten dennoch in der Stadt aus, darunter auch der damalige Prior unseres Klosters mit seinen sechs Mitbrüdern. Das im Vertrag von Bärwalde durch Gustav Adolf gegebene Versprechen, in den von ihm eroberten Orten die Ausübung des katholischen Glaubensbekenntnisses zuzulassen, wurde nach seinem Tod gebrochen. Sein  Nachfolger Herzog Bernhard von Weimar beschlagnahmte den Dom für den protestantischen Gottesdienst und untersagte strengstens alle Prozessionen außerhalb von Kirchen und Kreuzgängen. Am 18. Juni 1634 beschloss der Karmelitenkonvent, seine Prozession trotz der drohenden Strafe wie gewohnt durch die umliegenden Straßen ziehen zu lassen. Unter Glockengeläut und festlicher Musik hielt der damalige Subprior Pater Arnoldus a Nativitate durch sein konsequentes Auftreten nicht nur die schwedischen Soldaten von einer Behinderung der Prozession zurück, sondern er zwang die Gegner sogar zur Huldigung vor dem Allerheiligsten.
An diesen mutigen Einsatz für den Glauben wollen wir bei unserem diesjährigen Fronleichnamsgottesdienst in besonderer Weise erinnern. Das feierliche Hochamt unter der Leitung von Regens Herbert Baumann beginnt um 18 Uhr in unserer Kirche. Anschließend geht die Prozession durch das Reuererviertel: Sanderstraße, Reibeltgasse, Am Pleidenturm, Landwehrstraße, Sanderstraße mit Statio auf dem Spielplatz beim Wirsberg-Gymnasium. Zur Teilnahme laden wir Sie herzlich ein.

„Nightfever“ lockt Kirchenferne

Über 400 Menschen nutzen offene Würzburger Karmelitenkirche für Besinnung und Gebet – Interview mit Organisator Karmelitenpater Günter Aldenhoff

Würzburg (POW) Am Samstagabend, 9. Mai, feierte die Veranstaltung „Nightfever“ in Würzburg Premiere: Ein offenes Kirchenportal bis kurz vor Mitternacht, Musik, Gebete sowie eine Bischofskatechese erwarteten Besucher während der Aktion. Die Idee dazu entstand nach dem Weltjugendtag 2005 in Köln und wurde erstmals in Bonn in die Tat umgesetzt. Inzwischen hat sie Nachahmer in 15 Städten, darunter Augsburg, Freiburg, Mainz, Wien und aktuell in Würzburg gefunden. Im POW-Gespräch zieht Organisator Pater Günter Aldenhoff, Prior des Würzburger Karmelitenklosters, Bilanz.

POW: Am Samstag fand erstmals die Veranstaltung „Nightfever“ in Würzburg statt. Wie war die Resonanz?

bischof-friedhelm-hofmannPater Günter Aldenhoff: Wir waren positiv überrascht, wie viele Menschen, vor allem junge, gekommen sind. Die Karmelitenkirche war den ganzen Abend hindurch stets gut besetzt. Ich schätze, dass mehr als 400 Menschen da waren. Das Programm begann um 18 Uhr mit einer heiligen Messe, die ich zelebrieren durfte. Passanten wurden in der Sanderstraße angesprochen und zum abendlichen Kirchenbesuch eingeladen. Sie konnten in der Kirche Kerzen anzünden, Gebete sprechen und ihre Bitten und Anliegen auf Zettel schreiben, die in den kommenden Tagen den Schwestern im Karmelitinnenkloster Himmelspforten zum Gebet anvertraut werden. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hielt eine Katechese zum Thema Eucharistie. Den Abschluss bildete ab 22.30 Uhr die Komplet, das kirchliche Nachtgebet. Nicht zuletzt das Miteinander von unterschiedlichen neuen geistlichen Gemeinschaften und der Kirchenband „Denkmal“ aus der Pfarrei Sankt Kilian in Mellrichstadt machte die Veranstaltung zu etwas Besonderem. Wir hoffen, dass auch die nächsten Termine am 18. Juli in der Karmelitenkirche und am 31. Oktober im Kiliansdom auf reges Interesse stoßen.

nightfeverPOW: Ist eine Aktion wie „Nightfever“ ein guter Ansatz, um gerade in der Stadt wieder Menschen in die Kirchen zu bringen?

Aldenhoff: Sie ist eine gute Möglichkeit, auch mit den so genannten Kirchenfernen wieder in Kontakt zu treten. „Nightfever“ war eine Einladung, einfach einmal in die Kirche zu gehen, sich dort von der Atmosphäre berühren zu lassen, seinen Gedanken nachzugehen und ein Gebet zu sprechen. Nach dem Abschluss haben mich viele Gottesdienstbesucher angesprochen und sich für den Abend bedankt – für die schöne Gebetsatmosphäre und für die spürbare Gemeinschaft der Glaubenden.

POW: Auffällig gut genutzt wurde den ganzen Abend über das Angebot zum Beichtgespräch. Wie erklären sie sich das?

Aldenhoff: Wir haben eine Situation geschaffen, in der es den Menschen leicht fällt, mit den Priestern ins Gespräch zu kommen. In den Seitenkapellen saßen drei Geistliche bereit. Da kostet es deutlich weniger Überwindung, auf sie zuzugehen, als wenn man erst in einen Beichtstuhl gehen muss. Auch nach außen war deutlich sichtbar: Hier wird von Mensch zu Mensch gesprochen.

Quelle: Pressestelle Ordinariat Würzburg (POW); Interview: Markus Hauck (POW)

Erstes NIGHTFEVER in Würzburg

Junge Menschen gehen neue Wege, um andere für die Kirche und ihren Glauben zu begeistern. Sie gehen auf die Straßen und Plätze, um Leute einzuladen in die Kirche zu kommen, eine Kerze anzuzünden und etwas zu verweilen. Alle Interessierten sind herzlich zu Nightfever eingeladen – ob jung oder alt, der Kirche nahe oder fern stehend.

Die Aktion Nightfever entstand nach dem Weltjugendtag 2005 in Köln und fand zum ersten Mal in Bonn im Oktober 2005 statt. Inzwischen gibt es die Aktion in 14 Städten, u.a. in Paderborn, Trier, Freiburg und Erfurt.

flyer_nf_wuerzburg_2009_kDas erste Nightfever in Würzburg wird am 9. Mai 2009 in unserer Kirche stattfinden. Eröffnet wird das Nightfever mit der Heiligen Messe um 18 Uhr, die Jugendliche musikalisch gestalten. Nach der Heiligen Messe folgen eine kurze Vorstellung von Nightfever und die eucharistische Anbetung, die durch Musik und Gebet umrahmt wird. Zwischen 19.30 Uhr und 22.30 Uhr werden Passanten auf der Straße angesprochen und eingeladen eine Kerze in der Kirche anzuzünden, ein Gebet zu sprechen und ihre Anliegen (Bitten, Dank etc.) auf einen Zettel zu schreiben, der dann an das Karmelitinnenkloster Himmelspforten den Schwestern zum Gebet anvertraut wird. Außerdem kann man einen Zettel mit einem Spruch aus der „Wort Gottes Box“ ziehen. Jeder ist auch herzlich zum Gespräch mit einem Priester oder zum Empfang des Sakraments der Versöhnung eingeladen.

Um 21 Uhr wird Bischof Dr. Friedhelm Hofmann eine Katechese über die heilige Eucharistie und die eucharistische Anbetung in der Krypta halten. Anschließend gibt es die Gelegenheit Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen.

Der Abend endet um 23 Uhr mit dem Nachtgebet der Kirche – der Komplet.

Nightfever möchte den Geist und die Freude des Weltjugendtages weiter tragen und andere an dieser Freude teilhaben lassen. Die jungen Menschen tun das in dem Sinne, wie es Papst Johannes Paul II. in seiner Botschaft an die Jugendlichen anlässlich des Weltjugendtages 2005 formulierte: „Wer Christus begegnet und sein Evangelium annimmt, dessen Leben ändert sich und er wird dazu bewegt, den anderen die eigene Erfahrung mitzuteilen.

Weitere Informationen gibt es unter hier:

www.nightfever-wuerzburg.de
www.nightfever-online.de

Sie sind herzlich eingeladen!