Grüß Gott im Karmelitenkloster Würzburg

Sie erhalten hier einen Einblick in das seit 1627 in Würzburg bestehende Kloster der Unbeschuhten Karmeliten – dem Reuererkloster in der Sanderstraße.

Auf unserer Internetpräsenz erfahren Sie alles Wissenswerte über unser Haus und wir informieren Sie über unsere Angebote sowie die aktuellen Ereignisse.

Wir freuen uns über Ihren Besuch oder Kontakt

Mit herzlichen Segensgrüßen

– Ihr Konvent der Unbeschuhten Karmeliten in Würzburg

Teresa von Avila – eine ungewöhnliche Heilige

Am vergangenen Donnerstag, dem 15. Oktober, haben wir in unserer Karmelitenkirche (Reuererkirche) in beiden Eucharistiefeiern morgens um 10.00 Uhr und abends um 18.00 Uhr unserer heiligen Mutter, Teresa von Avila, gedacht… Beide Gottesdienste waren trotz der Corona-krise gut besucht… Die Eucharistiefeier um 10.00 Uhr hielt Pater Robert. In seiner Predigt ging er vor allem auf das von Teresa verfasste Gedicht: „Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken“ („Nada te turbe, nada te espante“) ein. Den Festgottesdienst am Abend übernahm Pater Michael. Seine Predigt hatte die teresianische Trias zum Inhalt: 1. die gegenseitige Liebe 2. die Loslösung von allem Geschaffenen (= innere Freiheit) und 3. die wahre Demut. Alle drei Tugenden sind für das geistliche Leben des Einzelnen wie auch für das Gemeinschaftsleben unerlässlich.

Die vier Eucharistiefeiern am Samstagabend und am Sonntag, in denen noch einmal der großen Teresa gedacht wurde, waren ebenfalls gut besucht. Die Predigt hielt in allen Gottesdiensten Pater Michael. Dabei ging er vor allem auf die Klostergründungen Teresas und die damit verbundenen Schwierigkeiten ein, die Teresa nur mit Hilfe des Inneren Gebets, das heißt der lebendigen Beziehung zu Jesus meistern konnte. Teresa rät auch uns heutigen Christen, das Innere Gebet zu pflegen, indem wir uns in unserem Innern immer wieder die Gegenwart des dreifaltigen Gottes bewusst machen.

Skapulierfest

Am vergangenen Donnerstag, dem 16. Juli, haben wir in unserer Karmelitenkirche  das Hochfest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel mit zwei Eucharistiefeiern unter erfreulich großer Beteiligung der Gläubigen begangen. Dieses Fest nennt man im Volksmund auch „Skapulierfest“, da Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel dem damaligen Ordensgeneral Simon Stock das sogenannte „Skapulier“ überreicht hat, um den Orden damit ihren Schutz zuzusichern. Das „Skapulier“, das wir Karmeliten als das Schutzkleid unseres Ordens verehren, können auch Laien übergelegt bekommen und  sich dadurch unter den besonderen Schutz Marias stellen.

Am vergangenen Sonntag begingen wir mit vier Gottesdiensten die sonntägliche Feier des Hochfestes, zu der sich auch wieder erfreulich viele Gläubige eingefunden hatten. In der Ansprache ging Pater Michael vor allem auf das Thema „Vertrauen“ ein: Gerade in der aktuellen, nicht leichten (Corona-)Zeit, dürfen wir ganz besonders unserem guten Gott wie auch unserer himmlischen Mutter Maria Vertrauen schenken, weil sie uns ja gerade dann beistehen und ihre schützenden Hände durch das Skapulier über uns legen, wenn es nicht so leicht für uns ist.

Auf den jeweiligen Hinweis von Pater Michael hin, den dieser am Ende einer jeden Eucharistiefeier und der Skapulierandacht am gleichen Nachmittag gab, haben sich 23 Gläubige das Skapulier auflegen lassen und sich damit ausdrücklich unter den besonderen Schutz Marias gestellt. Das Thema der Predigt in der Skapulierandacht war das Wort der kleinen heiligen Therese: „Wenn man die Gottesmutter angefleht hat und ist nicht erhört worden, dann soll man sie gewähren lassen, ohne zu drängen, noch sich zu beunruhigen“…

Ein Wort, das gerade in die momentane Zeit gut hineinpasst…

Provinzkapitel 2020

Foto: Fotografie Bayer © Karmelitenkloster Würzburg

In der Pfingstwoche, vom 1. bis 6. Juni, tagte das Provinzkapitel unseres Ordens in Würzburg.

Die Wahlen ergaben folgende Ergebnisse:

Provinzial   P. Dr. Raoul Kiyangi

1. Provinzrat:  P. Dr. Ulrich Dobhan

2. Provinzrat: P. Thomas Röhr

3. Provinzrat: P. Robert Schmidbauer

Prioren:

Würzburg: P. Michael Jakel

Regensburg: P. Elias M. Haas

München:   P. Bruno Piechowski

Foto: Fotografie Bayer © Karmelitenkloster Würzburg

Am Gedenktag der Märtyrer von Uganda haben die Kapitulare Ordengeschichte geschrieben und den ersten afrikanischen Provinzial gewählt und dies für die deutsche Provinz. In Afrika ist der Orden gut vertreten, aber es gibt noch keine selbstständigen Provinzen, sodass P. Raoul der erste Provinzial aus Afrika ist.

Wir wünschen Ihm und alle, die ein Amt übernommen haben, die Gaben des Hl. Geistes und Gottes Segen!

Öffentliche Eucharistiefeiern

Der Bischof von Würzburg, Dr. Franz Jung, hat ab dem 21. Mai, Christi Himmelfahrt, wieder öffentliche Eucharistiefeiern erlaubt. So tritt bei uns in der Karmelitenkirche wieder die gewohnte Gottesdienstordnung in Kraft.

Aber Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen müssen noch sein. Unter Einhaltung der vorgeschriebenen Abstandsregelungen haben wir 20 Sitzplätze in der Kirche. Haus- und Wohngemeinschaften können natürlich auch zusammen sitzen. Es gilt Maskenpflicht und eine strikte Kommunionordnung. Wir bitten diese aus Rücksicht und Solidarität zu beachten.

Wir haben erlebt, wie wesentlich Gemeinschaft zu einem Gottesdienst gehört und diese schmerzlich vermisst und freuen uns, dass in diesem Punkt wieder Normalität eintritt. Aber wir möchten durch die Vorsichtmaßnahmen vermeiden, dass diese Normalität kontraproduktiv wirkt und zu einer Gefährdung wird.

Wir sagen herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

Pater Michael Jakel OCD seit 25 Jahren Priester

Würzburg (POW) Das Silberne Jubiläum seiner Priesterweihe begeht am Mittwoch, 20. Mai, Karmelitenpater Michael Jakel OCD. Er ist mitarbeitender Priester in der Krankenhausseelsorge im Juliusspital Würzburg.

Pater Michael wurde 1965 in Hettingen (Baden-Württemberg) geboren. Nach dem Abitur in Buchen (Odenwald) studierte er Theologie in Tübingen, Fribourg (Schweiz) und Würzburg. 1989 trat er in Neumarkt/Oberpfalz in den Karmeliterorden ein. Nach seinem Theologiestudium war er ein Jahr in Avila zu einem Spezialstudium über Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz. Am 20. Mai 1995 weihte ihn Weihbischof Helmut Bauer in der Karmelitenkirche in Würzburg zum Priester. Im Anschluss war er in verschiedenen Klöstern der deutschen Ordensprovinz eingesetzt, so in Würzburg, Neumarkt und als Kaplan und Pfarrer in Schwandorf in der Oberpfalz. Seit 2010 ist er als mitarbeitender Priester in der Krankenhausseelsorge im Juliusspital Würzburg tätig. In der Ordensprovinz ist er Mitglied der Provinzleitung und im Würzburger Kloster für die verschiedenen Ausbildungsphasen zuständig. Sowohl für klausurierte Karmelitinnen als auch für tätige Ordensschwestern hält er Exerzitien über verschiedene Heilige des Karmel, vorzugsweise über die kleine Therese von Lisieux. Als geistlicher Beirat begleitet er die Würzburger und Mainzer Laiengemeinschaft des Karmel (TKG) und seit 2013 arbeitet er als stellvertretender Vorsitzender beim Theresienwerk in Augsburg mit, um die Spiritualität der kleinen Therese von Lisieux den Menschen nahe zu bringen.

Da eine öffentliches Begehen des Jubiläums zum eigentlichen Tag Coronabedingt nicht möglich ist, wird das Jubiläum intern im Konvent am Tag gefeiert und die öffentliche Feier auf einen späteren Anlass, vielleicht Skapulierfest, verschoben.

Wir wünschen P. Michael Gottes Segen, den er oft den Menschen gespendet hat, dass dieser auf ihn selbst auch zurück kommt. 

Schrittweise Öffnung

In der Kirche sind die Sitzplätze entsprechend der 2m-Abstände markiert. Ab Montag, den 4. Mai, können wieder öffentliche Gottesdienste stattfinden, wenn auch noch keine Eucharistiefeiern.

Wir laden zu den Maiandachten ein: Montag, Mittwoch, Freitag, Sonntag jeweils um 17.30 Uhr und an den anderen Tagen kann der Rosenkranz wie früher gebetet werden.

Ostern trotz Einschränkungen

Ostern ist trotzdem…

Ostern ist trotz Corona…

Ostern ist trotz sozialer Isolation….

Ostern ist trotz leerer Kirchen…

Ostern ist trotz…

Ostern trotzt Angst, Krankheit, Tod…

Ostern ist Leben!

Wir wünschen Ihnen allen gerade trotzdem ein gesegnetes Osterfest!

„Der auferstandene Jesus und die hl. Teresa in der Dreifaltigkeitskirche in München“ Fotograf: P. Karl Harlt

Das Bild zeigt die hl. Teresa ganz nahe dem auferstandenen Herrn,

diese Nähe wünsche wir Ihnen zum Fest, der Herr kennt kein Kontaktverbot um im lebendigen Glauben den Menschen zu begegnen.

Ihre Karmeliten

Auch in den Kar- und Ostertagen sind wir Ihnen verbunden, besonders:

Gründonnerstag:
ab ca 19.00 bis 22.00 Gebetsstunden in der Krypta 

Karfreitag:
ab ca 16.00 Möglichkeit das Kreuz zu verehren und das hl. Grab in der Krypta zu besuchen.

Ostersonntag:
die Osterkerze steht bereit zur Mitnahme des Osterlichtes und des Osterwassers.

Zeichen der Verbundenheit

In dieser Zeit des Verzichts auf soziale Kontakte braucht es Zeichen der Verbundenheit, die immer noch möglich sind.

So nehmen wir, der Konvent der Karmeliten, teil an der Gebetsinitiative „Herr bleibe bei uns“:

Um 21.00 wird die große Glocke geläutet und wir bitten das Gebet „Herr bleiben bei uns“ zu beten:

Bleibe bei uns Herr, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt.
Bleibe bei uns und bei deiner Kirche.
Bleibe bei uns am Abend des Tages, am Abend des Lebens, am Abend der Welt.
Bleibe bei uns mit deiner Gnade und Güte, mit deinem heiligen Wort und Sakrament, mit deinem Trost und Segen.
Bleibe bei uns, wenn über uns die Nacht der Trübsal und Angst, die Nacht des Zweifelns und der Anfechtung, die Nacht des bitteren Todes anbricht.
Bleibe bei uns und bei allen deinen Gläubigen in Zeit und Ewigkeit. Amen.

Sie können auch ein Vater unser und ein Ave Maria beten.

Unsere Patres werden dann den Segen spenden.

In dieser Zeit wird unsere Pforte nur von 8.30 bis 11.30 Uhr werktags geöffnet sein.

Die Kirche ist zu den gewohnten Zeiten geöffnet.

Die Anbetung wird von 18.30 bis 20.00 stattfinden.

Beten wir füreinander. Bleiben sie gesund und von Gott behütet.

Corona-Krise

Mit Dekret vom 16. März 2020 hat Bischof Franz Jung ab dem 17. März bis zum 19. April 2020 alle Gottesdienste abgesagt.

In geistlicher Verbundenheit  und in Stellvertretung für alle feiern wir in den angemeldeten Intentionen das Konventamt um 18.00 Uhr – unter Ausschluss der Öffentlichkeit – intern in unserem Betchor.

Am Donnerstagabend ist das Allerheiligste in der Karmelitenkirche von 18.00 bis 20.00 ausgesetzt.

Bitte betreten Sie nicht gemeinsam die Kirche und halten Sie Abstand voneinander.

Wir laden ein zu unserer Vesperzeit um 17.30 Uhr sich unserem Gebet individuell mit dem Rosenkranz oder einer geistlichen Zeit anzuschließen.

Beten wir um den Beistand Gottes für die Regierenden und Mediziner um geeignete Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr,

für die schon Infizierten und die Todesopfer,

für die Menschen, die sich allein gelassen fühlen und ohne die Eucharistie leben müssen….

um Solidarität, Rücksicht und Neubesinnung auf Gott und die tragenden Werte und mehr Wertschätzung der Eucharistie bei den Gläubigen in echter Eucharistieverehrung.

Ihre Karmeliten

Josefsnovene 2020

Wir laden im Jahr 2020 wieder ab dem 22. Januar zu den Josefsmittwochen ein.

Dieses Jahr stehen sie unter dem Thema: Gebetshaltungen – Mit Leib und Seele beten.

Bis zum Hochfest des hl. Josefs am 19. März ist an jedem Mittwoch um 10.00 Uhr und um 18.00 Uhr ein Amt mit Predigt zu diesem Thema.

Nach altem nachbarschaftlichen Brauch steht der Messe um 10.00 Uhr ein Franziskanerminorit vor, wie wir auch umgekehrt an den Antoniusdienstagen in der Minoritenkirche.

Herzliche Einladung hierzu!