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Einladung zum Skapulierfest

Diese Ikone, von den Schwestern des Karmel in Harissa im Libanon nach Gedanken von P. Jesus Castellano OCD entworfen, zeigt ein Kompendium der Spiritualität des Karmel. Diese ist ein Weg der Innerlichkeit, der zur eigenen Mitte führt und dort die Gegenwart Gottes erfährt. Für diese innere Wirklichkeit brauchen wir Bilder um diese auszudrücken. Die hl. Teresa braucht das geniale Bild für die Seele als innere Burg ganz aus Kristall, in deren innersten Wohnung Gott gegenwärtig ist und den Menschen in seine eigene Mitte lockt und einlädt. Ein Leben aus dieser Mitte ist Anliegen der Spiritualität des Karmel.  Die ersten Karmeliten sahen in der Gestalt Marias ein Vorbild für dieses kontemplative Leben und bauten inmitten ihrer Einsiedeleien eine Kapelle zu ihren Ehren. Von dieser Kapelle bekamen sie bald den Namen „Brüder unserer lieben Frau vom Berge Karmel“.
Im Mittelalter suchten auch Laien Anschluss an die Orden. So wurden aus den Skapulieren (Schulterkleid des Karmelhabits) kleinere Versionen an Laien vergeben, als Zeichen der Weihe an Maria und des Vertrauen auf ihren Schutz. Es ist kein Talisman und kein magisches Zeichen, sondern Ausdruck der inneren Haltung, wie Maria ganz auf Gott ausgerichtet zu leben.

Das Hochfest des Karmel steht am 16. Juli im Kalender, das Hochfest unserer lieben Frau im Karmel, das im allgemeinen Kalender der Kirche als Gedenktag begangen wird. Wir feiern am 14. Juli das Fest vor mit der bekannten Festtagsordnung, erweitert durch eine Marienvesper mit Eucharistischer Prozession um 15.30 Uhr. Die Festpredigt hält Pfarrvikar Christian Stadtmüller und den eigentlichen Festtag, den 16. Juli, mit Gottesdienst um 10.00 Uhr und Hochamt mit Predigt um 18.00 Uhr. Herzliche Einladung hierzu!

Glaubenszeugnis in festlichem Rahmen

Am Nachmittag des 23. Juni 2019, ging der Blick immer wieder zum Himmel, prüfend ob das Wetter schön bleibt für die am Abend geplante Prozession. Aber der Himmel war gewogen, sodass wir nach dem feierlichen Gottesdienst um 18.00 Uhr unter dem Vorsitz von Spiritual Paul Weismantel und gestaltet von der Priesterseminaristen mit dem
Allerheiligsten unter dem Himmel, der Silbermadonna von der Marienkapelle, die zu diesem Anlass immer in eine Skapuliermadonne „verwandelt“ wird, dem Hauspatron dem hl. Josef, Fahnen und zahlreichen Ministranten in Begleitung von Gebeten und der Blaskapelle durch das Reuererviertel zur Statio auf dem Spielplatz ziehen konnten und dann zur Kirche zurück. Dort fanden die Feierlichkeiten mit dem Sakramentssegen, Te Deum und dem Lied der Frankenherzogin ihren festlichen Abschluss. Danach fanden sich alle Helfer, Träger, die Ehrengäste vom Stadtrat, an deren Spitze der Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, im Klosterrefektorium ein, wo es nach der alten Tradition Reuererschinken (ein Käse), dunkles Andechser Bier oder Reuererschweiß gab. 

Es war ein schönes Fest in guter andächtiger Stimmung, ein schönes Zeugnis unseres Glaubens für die Stadt und unserem Viertel.

Trauer um Veronika Kendl

Unser Konvent musste am 13.6. 2019 Abschied nehmen von Frau Veronika Kendl, der Ehrenkarmelitin und langjährigen Hauswirtschafterin und Köchin des Würzburger Klosters.
Geboren am 28.5.1942, starb sie plötzlich und unerwartet in den frühen Morgenstunden am 6.6.2019. Das Kloster war ihr nicht nur Arbeitsplatz, sondern zweite Heimat, die Arbeit nicht nur „Job“, sondern Lebensaufgabe und Berufung. So war sie dem Konvent auch mehr wie eine Mutter und Freundin und so wird sie auch in Erinnerung bleiben. Mit ihrem umsichtigen Fleiß, Bodenständigkeit und Freundlichkeit war sie Kopf und Motor der jährlichen beliebten Klosterhoffeste und mit ihrem Gottvertrauen und unspektakulär gelebten Glauben eine überzeugende Christin. So hat sie die Ernennung zur „Ehrenkarmelitin“ durch den Ordensprovinzial mehr als verdient. Der Konvent fühlt sich der Familie und allen Angehörigen von Vroni in ihrer Trauer nahe.

Um 11.00 Uhr feierte Provinzial P. Dr. Ulrich Dobhan OCD das Requiem in der vollen Karmelitenkirche. Bei seiner Predigt bezog er sich auf die Worte aus dem Buch der Sprichwörter „Eine starke Frau, wer findet sie? Wer sie gefunden hat, hat eine Perle gefunden!“ Diese Worte und was noch folgt, die nahe 2500 Jahre alt sind, waren wir für Vroni formuliert.
Um 12.45 Uhr feierte P. Robert Schmidbauer OCD, der sie als Prior für den Würzburger Konvent als Hauswirtschafterin einst einstellte, die Bestattung auf dem Hauptfriedhof von Würzburg. 
Alle fanden persönliche und herzliche Worte um „unsere Vroni“ zu ehren. Sie wird uns in Erinnerung bleiben als eine Frau und Mutter mit einem großen Herzen, in das sie alle einschloss, die sie kannte.

Möge der Herr des Lebens nun auch sie in sein Herz schließen und geborgen halten. 

Frohe Ostern

Das neue Osterlicht wünschen wir in alles Dunkel und alle Nacht, die Sie vielleicht momentan erfahren und wünschen Ihnen in diesem Sinne ein frohes und gesegnetes Osterfest!

Christus ist auferstanden! Halleluja!
Er ist wahrhaft auferstanden! Halleluja!

Diese Botschaft schenkt uns Hoffnung und Zuversicht!

Ihre Karmeliten

Unsere Glocken

Man hört sie oft, aber sie bleiben selbst doch im Schatten: die Glocken einer Kirche. Am 06.04.2019 kam Ben Schröder zu uns, der seit seinem 13. Lebensjahr Glocken aufnimmt und auf einer eigenen Website dokumentiert. Der inzwischen 15-jährige hat zum Ziel, alle Glocken der Stadt Würzburg und darüber hinaus mit Ton und Bild aufzunehmen. Interessant war die Aktion für uns insofern, da für uns selbst einiges über unsere Glocken doch neu war. Wir haben doch ein eher kleineres Geläut, das aus drei Glocken besteht:

Glocke 1: Muttergottes Ton gis Gewicht: 464 kg, Durchmesser: 920 mm Inschrift: Am Ende wird mein unbeflecktes Herz triumphieren! Glockengießerei Erding 1957

Glocke 2: Sankt Josef Ton h Gewicht: 300 kg, Durchmesser: 940 mm Inschrift: S. Joseph esto protector noster. Gegossen von Ant. Sparnagl in Regensburg 1869 

Glocke 3: Maria Magdalena Ton: cis Gewicht: 194 kg, Durchmesser: 690 mm. Inschrift: Sankt M. Magdalena der Reuerer. Tut Buße um des Himmelreiches willen, Glockengießerei Erding 1957. 

Nun wissen wir auch, wie die Glocke heißt, die man läuten hört.

Außerordentliches Definitorium

Dieses Foto ist beim Außerordentlichen Definitorium in Indien entstanden. Bei dieser Versammlung treffen sich die Generalleitung unseres Ordensmit den Provinzialen der einzelnen Ordensprovinzen weltweit. Anlass dafür, dass das Definitorium in Indien statt fand, war die 400-Jahrfeier des Karmel in Indien. Inzwischen ist der Orden zahlenmässig in Indien am meisten präsent in 8 Ordensprovinzen und floriert weiterhin. Von dem gutenZuspruch profitieren unsere Konvente in Deutschland und die deutschen Diözesen. Es gibt in Deutschland mehr indische Karmeliten als deutsche.Unser Provinzial, P. Ulrich Dobhan OCD, war natürlich auch bei der Feier und dem Definitorium mit dabei.

Einkleidung

Am 28. November 2018, dem 450. Jahrestag der Gründung des ersten Männerklosters der teresianischen Reform in Duruelo, kleidete mittags in der Lesehore unser Provinzial P. Dr. Ulrich Dobhan OCD unseren Postulanten Mladen Šimič ein. Der neue Novize erhielt den Namen Frater Josef Maria von der Barmherzigkeit Gottes. Wir wünschen F. Josef M. zu seinem Noviziat Gottes Segen und die Führung des Heiligen Geistes.

Sommerliche Reuererprozession

Am Abend des Sonntags nach Fronleichnam, den 3. Juni 2018, fand beim schönsten Sommerwetter die traditionelle „Reuerer“-prozession statt. Der Gottesdienst und die Prozession wurde von Herrn Domvikar Spiritual Paul Weismantel gehalten und von den Studenten des Priesterseminars gestaltet. Der Stadtrat der Stadt Würzburg war gut vertreten, an dessen Spitze der OB Christian Schuchardt und der Bürgermeister Adolf Bauer. Die Prozession zog mit guter Beteiligung der Bevölkerung durch das Reuererviertel zum Kinderspielplatz im Garten der Karmeliten, wo die Statio mit Eucharistischen Segen statt fand. Über die Landwehrstraße und Sanderstraße ging es in die Karmelitenkirche zurück, wo der abschließende Segen gegeben wurde, dem sich das feierliche „Te Deum“ anschloss und der Gruß an Maria „O himmlische Frau Königin“.

Ostern 2018

„OSTERN“ buchstabieren „O-S-T-E-R-N“ = Ob Seine Treue Einmal Reißt? Niemals!“

Die biblische Geschichte ist eine Geschichte der Treue Gottes, die ihren Höhepunkt in Jesu Tod und Auferstehung erreicht. Wendet sich der Mensch ab, so ruht der Blick Gottes weiterhin sehnsuchtsvoll auf ihm. Der Mensch braucht nur umzukehren und schon durchströmt ihn wieder seine Liebe. Nicht Gott wendet sich vom Menschen ab, sondern der Mensch von Gott.

So können wir voll Freude mit dem Exsultet wirklich jubeln: „O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden!“

Ein zur Freude befreiendes Osterfest wünscht allen der Konvent der Karmeliten

P. Elias

Einladung zum Hochfest des hl. Josef

Der hl. Josef stand lange im Schatten der kirchlichen Verehrung, wie auch auf den Weihnachtsdarstellungen oft im Hintergrund oder am Rand steht. Damit sollte die theologische Aussage dargestellt werden, dass er nichts mit dieser Geburt zu tun hat – daher auch das oft fortgeschrittene Alter des Josefs. Der hl. Bernhard von Clairvaux und die hl. Teresa von Ávila, unsere Ordensmutter förderten die Verehrung des hl. Josefs sehr. Die hl. Teresa hatte viele ihrer Gründungen unter sein Patronat gestellt. Erst spät fand der Name des hl. Josefs den Eingang in die Allerheiligenlitanei und gar erst Papst Benedikt XVI. fügte seinen Namen in die Hochgebete der Messe ein.

Die Karmeliten laden ganz herzlich zur Mitfeier des Hochfestes des hl. Josefs am 19. März ein. Amt mit Festpredigt um 10.00 Uhr und Hochamt mit Predigt um 18.00 Uhr. Festprediger ist Prior Pater Elias M. Haas OCD.