Einladung zum Hochfest des hl. Josef

Der hl. Josef stand lange im Schatten der kirchlichen Verehrung, wie auch auf den Weihnachtsdarstellungen oft im Hintergrund oder am Rand steht. Damit sollte die theologische Aussage dargestellt werden, dass er nichts mit dieser Geburt zu tun hat – daher auch das oft fortgeschrittene Alter des Josefs. Der hl. Bernhard von Clairvaux und die hl. Teresa von Ávila, unsere Ordensmutter förderten die Verehrung des hl. Josefs sehr. Die hl. Teresa hatte viele ihrer Gründungen unter sein Patronat gestellt. Erst spät fand der Name des hl. Josefs den Eingang in die Allerheiligenlitanei und gar erst Papst Benedikt XVI. fügte seinen Namen in die Hochgebete der Messe ein.

Die Karmeliten laden ganz herzlich zur Mitfeier des Hochfestes des hl. Josefs am 19. März ein. Amt mit Festpredigt um 10.00 Uhr und Hochamt mit Predigt um 18.00 Uhr. Festprediger ist Prior Pater Elias M. Haas OCD.

Gebetstafel für die Prager-Jesuskind-Kapelle

Am 7. März wurden die beiden Gebetstexte der Heiligen Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz unter der Scheibe auf dem Betschemel der Prager-Jesuskind-Kapelle eingelassen. Die Kapelle hat das Thema „Venite adoremus“, diese Worte sind ja auch in die Schwelle zur Kapelle eingraviert. So war auch gedacht, dass unter das Glas Gebetstexte zum persönlichen Gebrauch zu finden sind. Angefertigt wurden diese vom Kalligraphen aus Karlstadt a. Main Gosbert Stark. So hat diese Kapelle ihr I-Tüpfelchen bekommen.

Josefsmittwoche 2018

Ich nahm mir den glorreichen heiligen Josef zu meinem Anwalt und Herrn und empfahl mich ihm sehr. Ich sah deutlich, wie dieser mein Vater und Herr mich nicht nur aus dieser Not, sondern auch aus anderen, noch größeren…rettete. …Anderen Heiligen scheint der Herr die Gnade verliehen zu haben, in einer bestimmten Notlage zu helfen, mit diesem großen Heiligen aber habe ich die Erfahrung gemacht, daß er in allen Nöten hilft. Damit möchte uns der Herr zu verstehen geben, dass er nun, so wie er dem hl. Josef auf Erden unterstellt war, im Himmel tut, worum ihn dieser bittet – da dieser als sein Pflegevater ihm geegnüber Vaterstelle vertrat, konnte er ihm ja Aufträge erteilen. Diese Erfahrung haben auch noch manch andere gemacht, denen ich geraten hatte, sich ihm zu empfehlen; und es sind sogar viele, die ihn neuerdings verehren, weil sie erfahren, wie wahr das ist.
( Teresa V 6,6)

Von ihrer Ordensmutter Teresa von Jesus hat der Karmel diese Verehrung des hl. Josefs geerbt, die sich in den 9 Josefsmittwochen zeigt, als Vorbereitung auf das Hochfest des hl. Josefs am 19. März. Diese Josefsmittwoch beginnen im Jahre 2018 am 17. Januar mit Gottesdiensten mit Predigt zum Thema „Eucharistie – Danksagung“ jeweils um 10.00 und 18.00 Uhr.

Die heilige Thérèse hat ihren Rosenkranz wieder

Die heilige Thérèse von Lisieux schreibt in ihrer Autobiographie:

„Ganz allein den Rosenkranz zu beten kostet mich mehr Überwindung, als das Anlegen eines Bußinstruments…ich bin mir bewußt, ihn so schlecht zu beten! Ich kann mich noch so sehr bemühen, die Geheimnisse des Rosenkranzes zu betrachten, es gelingt mir nicht, meinen Geist zu sammeln…Lange war ich untröstlich über diesen Mangel an Andacht, der mich verwunderte, denn ich liebe die Mutter Gottes so sehr, daß es mir leicht fallen sollte, zu ihren Ehren Gebete zu sprechen, die ihr wohlgefallen. Jetzt betrübe ich mich weniger, ich denke, die Himmelskönigin wird als meine Mutter meinen guten Willen sehen und sich damit zufrieden geben.“

Was die hl. Thérèse mit diesen Worten beschreibt, drückt die Bronzestatue aus. Die Haltung Thérèses ist angespannt und macht die Überwindung deutlich, die ihr das Beten des Rosenkranzes gekostet hat. Zugleich aber zeigt ihr Gesicht ein sanftes Lächeln. Der Künstler Paul Nagel hat in diesem Abschnitt über den Rosenkranz den „Kleinen Weg“ der Heiligen veranschaulicht gesehen: etwas aus Liebe tun, obwohl man keine Freude daran empfindet. Alles aus Liebe tun, gerade auch das, was man gar nicht tun will, das war die Antwort der kleinen Thérèse auf die Gnade Gottes, die sie einfach so, aus grundloser Liebe, erwählt hat!

Heute gehen viele Menschen oft nur nach dem Lustprinzip vor…etwas mit Liebe tun, obwohl man keine Lust hat und keine Freude dabei empfindet, das ist etwas, was wohl auch heute noch Aktualität besitzt, denn im Alltag und bei der Arbeit kann man nicht alles mit Freude tun, aber man kann immer Liebe hineinlegen, die besonders dann wertvoll ist, wenn man selbst nichts davon hat.

Am Freitag, den 20. Oktober 2017, in den frühen Morgenstunden hat Herr Andreas Jurowski, der Silberschmied der Abtei Münsterschwarzach, den von ihm gefertigten silbernen Rosenkranz an der Statue der hl. Thérèse in ihrer Kapelle wieder angebracht. Der erste in den Händen der Statue hatte jemandem so gut gefallen, dass er schon kurz nach der Aufstellung am 5. Dez. 1990 schon entwendet war. Ohne diesen Rosenkranz versteht man nicht den Ausdruck dieser Bronzestatue, der durch die obige Beschreibung klar wird. Damit er nicht mehr so leicht entfernt werden kann, ist er jetzt gut an der Statue befestigt.

Abschluss der Neugestaltung unserer Kirche

Quelle: M.  Amberg

Am 11. Mai 2017 wurde die Figur der hl. Thérèse von Lisieux auf ihr Podest zurückgestellt und damit die Arbeiten in ihrer Kapelle beendet. Herr Alain Creunier hat die Ausgestaltung der Kapelle nach Entwürfen des verstorbenen Künstlers Herr Paul Nagel ausgeführt. Am 21. Mai 2017 wird Bischof Dr. Friedhelm Hofmann im Gottesdienst um 9.30 Uhr anlässlich der Jahrestagung der Edith-Stein-Gesellschaft die Kapelle weihen. Dazu möchten wir Sie ganz herzlich einladen.  Damit ist auch die gesamte Ausgestaltung der Karmelitenkirche nach 40 Jahren vollendet.  1976 hatte Herr Paul Nagel den Auftrag erhalten, einen Gesamtplan für die Gestaltung der Kirche zu entwerfen.

Weihnachtsbrief

Liebe Freunde und Wohltäter/innen, auch dieses Jahr hatte wieder seine Höhepunkte.  Dazu zählen der 21. Mai, an dem die Edith-Stein-Gesellschaft mit dem Abschlussgottesdienst ihrer Jahrestagung, die im Exerzitienhaus Himmelspforten stattfand, bei uns in der Kirche war. Da bis zu diesem Tag auch die Kapelle zu Ehren der hl. Thérèse von Lisieux fertig gestellt werden konnte, baten wir den Bischof Dr. Friedhelm Hofmann, dieser Kapelle und damit den Abschluss der Ausgestaltung der Karmelitenkirche nach 40 Jahren, den Segen Gottes zu erbitten. Das nächste „Highlight“ war das Karmelfest am 16. Juli. Bei der Marienvesper trug der Festprediger Monsignore Herbert Baumann über die Armut Mariens sehr bedenkenswerte Gedanken vor.  Manchmal braucht man einen Anstoß von außen, um auf seine eigenen Schätze aufmerksam gemacht zu werden. Msgr. Baumann fiel nämlich das Motiv der Darstellung der Anbetung der Hirten ins Auge, auf dem Maria die Windeln des neu- geborenen Kindes aufdeckt. Es ist zwar „nur“ eine Kopie, aber eine schöne Darstellung in einem schwierig zu fotografierenden Licht-Dunkelspiel, wie es für die Werkstatt Caravaggios typisch ist. So kam es zu diesem Betrachtungsmotiv des diesjährigen Weihnachtsbriefes, zu dem uns Msgr. Baumann, welche für uns ein schönes Geschenk ist, das wir gerne mit Ihnen teilen wollen. Das Rosenkranzfest am 7. Okt. schließlich, brachte ein, bei uns selten gewordenes Fest: die Feier der Ewigen Profess. In einem festlichen Gottesdienst legte F. Konrad Josef (Rötzer) seine ewigen Gelübde in die Hände unseres Provinzials P. Dr. Ulrich Dobhan ab und schloss sich damit für immer dem Teresianischen Karmel an. Das Provinzkapitel, das bei uns in der Pfingstwoche vom 5. bis 10. Juni 2017 stattfand, brachte auch für unseren Konvent Änderungen. P. Raoul wurde zum Prior unseres Konvents in München gewählt und hat schon im September sein neues Amt dort übernommen. Für ihn kommt P. Florian Florek am 2. Januar 2018 zu uns. Durch Entscheidungen ihrer jeweiligen Heimatprovinzen bekamen wir P. Thomas Vanderkunnel von der indischen Ordensprovinz Malabar als Verstärkung unseres Konvents, müssen aber P. Josef Binu von der indischen Ordensprovinz Süd Kerala abgeben, der in Schwandorf die frei gewordene Stelle des Wallfahrtsbenefiziaten übernimmt. So bleibt die Anzahl im Konvent mit 9 Mitbrüdern gleich. Im Namen des Konvents wünschen wir allen Freunden und Wohltäter/-täterinnen, allen unseren Kirchenbesucher/innen und allen, die mit uns verbunden sind, eine Neu-ent-deckung des Weihnachtsgeheimnisses, dass in diesem Menschen Jesus von Nazareth, ein Kind wie jedes Kind, doch Gott zu finden ist und ihn ihm uns der Weg zu Gott eröffnet und das Licht Gottes zu finden ist. Dieses Licht leite und begleite Sie durch das Jahr 2018.

Kurzführer für die Kapelle der hl. Thérèse

Der Kurzführer zur neuen Kapelle, die der hl. Thérèse und der Familie Martin gewidmet ist, ist nun für 2,- € erhältlich. Er ist auch als Beilage für den allgemeinen Kirchenführer gedacht. Er liegt am Schriftenstand der Kirche aus oder kann über die Adresse des Klosters (Karmelitenkloster, Sanderstraße 12, 97070 Würzburg) oder per Email bestellt werden. Ebenso erhältlich ist eine Broschüre mit Kurzbiographien von allem Mitgliedern der Familie Martin für 4, 50 € und eine Beschreibung des Gemäldes der großen vorderen Altarwand für 0,50 Cent. Interessant für alle Verehrer/innen der hl.  Thérèse vom Kinde Jesus. Nachdem die schöne Kapelle zu ihren Ehren vollendet ist, hat der Konvent entschieden, diese Kapelle als Ort der Verehrung der hl. Thérèse, ihrer heiligen Eltern und ihrer Schwester Leonie, deren Seligsprechungsprozess eröffnet wurde, ins Bewusstsein zu bringen. An jedem ersten Montag im Monat – fällt ein Feiertag auf diesen Montag, dann am Dienstag – wird nach dem Konventamt die Kapelle besucht und ein kurzer Impuls, Gebet gehalten, anschließend besteht die Möglichkeit, sich mit einer Reliquie der Heiligen, die bald auch ergänzt wird, mit Reliquien der hl.

Ausmalung der Theresienkapelle

Herr Paul Nagel hat einen Entwurf für die weitere Gestaltung der Theresienkapelle hinterlassen, da diese, im Vergleich zu den anderen Seitenkapellen, sehr dürftig geblieben ist.  Ab dem 9. Januar 2017 wird sein Sohn, Herr Johannes Nagel, diesen Entwurf ausführen und konnte Herrn Alain Creunier, der schon am großen Gemälde vorne beteiligt war und den Stil von Herrn Nagel kennt, für die Übernahme des Auftrags gewinnen. Den Entwurf stellen wir hier vor:

Entwurf
© Karmelitenkloster Würzburg

Oben in der Mitte Christus (1) und die Dreifaltigkeit; darum die Familie der hl.  Thérèse von Lisieux. Links: Sr.  Agnes; Sr. Marie (7); Sr. Genoveva (8) und Sr. Leonie (9). Rechts: die Eltern der hl.  Thérèse (4 u. 5), Thérèse selbst (3). Zudem die im frühen Kindesalter verstorbenen Geschwister der Heiligen am Thron Christi (10 u. 11).

© Karmelitenkloster Würzburg
© Karmelitenkloster Würzburg

Die Statue in der Mitte wird flankiert von zwei Engeln (12 und 13), die Zitate aus der Selbstbiographie der Heiligen in Händen halten. Wir hoffen, dass auch dieser Entwurf Ihr Gefallen und Ihre Unterstützung finden. Wie schon bei der Prager-Jesulein-Kapelle können Sie auch bei dieser Ausgestaltung Patenschaften für einzelne Personen auf dem Gemälde übernehmen.

Neu-Entdeckung des immer Wiederkehrenden

Noch während der erst 1669 abgeschlossenen Bauphase, wurde für die Karmelitenkirche eine Darstellung der Anbetung der Hirten gemalt.  Das ca. 1640 geschaffene Bild hängt heute im Liebfrauendom zu München als Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlung. Als Maler konnte man einen Schüler oder Nachfolger des bedeutenden von italienischen Künstlers Caravaggio gewinnen.  Heute hängt an Stelle des Originalbildes eine Kopie an der linken Seite des Kirchenschiffes. Trotz der oft nur mühsam erkennbaren Darstellung verdienst das Bild große Aufmerksamkeit, da es ganz im Sinn karmelitanischer Frömmigkeit der Mutter Jesu eine wichtige Rolle zuweist: Maria zeigt in dieser Darstellung den Hirten ihr neugeborenes Kind. Entscheidend dabei: Sie deckt die Windeln auf und zeigt das Jesuskind als einen Knaben wie andere Knaben auch. Das Licht, das vom Kind ausgeht, und mit dem geöffneten Himmel im oberen rechten Rand korrespondiert weist auf die göttliche Natur Jesu hin. Ganz wörtlich ent–deckt also Maria ihr Kind Jesus als wahren Mensch und wahren Gott. Die Hirten sind im Lichtglanz nur mühsam zu erkennen. Sie, die dem heiligen Paar die Botschaft der Engel gebracht haben, sind nur Empfänger des Lichts. Im Glanz der „Offenbarung“ sind wie Kerzen als hellen Tag, Notbehelf in dunkler Stunde.  Vielleicht ist damit die Aufgabe der Karmeliten beschrieben: Anzubeten, um sie in dunkler Stunde wie Kerzen den Glauben an den Erlöser am Leuchten halten. Ganz in diesem Sinn möchte der folgende Text die Entdeckertaten beschreiben, die in der Menschwerdung Gottes geschehen sind, und die ein einziges Ziel haben: Das dankbare Lob für Gottes große Taten zu verkünden:   Enthüllte Botschaft Die kleine Magd – Schlüsselloch zur Menschheit Die Hirten – Kerzen des Engellichtes Das Krippenkind – Schatz der Suchenden Maria – Ent-deckerin der Gottestat Der Erlöser – Bruder und Gott Gott – nicht mehr geheimes Geheimnis

Herbert Baumann

  Eine Neu-Entdeckung des immer wiederkehrenden und doch immer wieder auch neuen Weihnachtsfestes wünscht der Konvent der Karmeliten.

Feierliche Profess von Fr. Konrad

Der 7.10.2017 bringt den Karmeliten in Würzburg einen selten gewordenen Festanlass. Im Hochamt zum Rosenkranzfest, das auf diesen Tag fällt, um 11.00 Uhr wird Fr. Konrad Josef Rötzer OCD nach dem Abschluss seiner Ausbildung im Orden, seine Feierliche Profess in die Hände des Provinzials der deutschen Provinz des Teresianischen Karmels, P. Dr. Ulrich Dobhan OCD, ablegen.
Konrad Josef Rötzer wurde 1953 in dem kleinen Dorf Hiltenbach, heute Landkreis Cham, in der Oberpfalz geboren.
Die Schulen und den Wehrdienst hat er in seiner Heimatregion absolviert. Anschließend ging er zu einem Grundstudium in den Fächern Englisch und Geschichte nach München. In seinem 25. Lebensjahr brach er zu einem Freiwilligeneinsatz als Missionshelfer nach Ghana/Westafrika auf. Von diesem Jahr an bis zu seinem 53. Lebensjahr hat er dann über 25 Jahre im Ausland gelebt. Seine Arbeitseinsätze, Stundienaufenthalte und Ausbildungszeiten führten ihn außer nach Ghana (6 Jahre) in die Schweiz (über 17 Jahre) und nach Österreich (2 Jahre). An der Universität Freiburg/Schweiz (Fribourg) hat er in Theologie das kirchliche Diplom (auf Deutsch) und später in einem Vertiefungs-Studium das Lizenziat (auf Französisch) erworben. Er hat in der Schweiz in verschiedenen Einrichtungen der katholischen Kirche mitgelebt und mitgearbeitet. Von 2006 an wieder in Deutschland hat er bis zu seinem Eintritt in den Teresianischen Karmel im September 2012 mit seinen betagten Eltern in Hiltenbach gelebt und seinen Lebensunterhalt als Mitarbeiter in einer Photovoltaik-Firma, im Geschäft seines Vaters und in der Jugendfürsorge des Bistums Regensburg verdient. Mit der Feierlichen Profess schließt er sich nun für immer dem Orden des Teresianischen Karmel an.